Seniorenwohnheim

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Städtebauliches Das Seniorenwohnhaus lässt durch seine Anordnung einen Garten entstehen, der sich groszügig mit dem nördlichen Gründstück verbindet. Gleichzeitig korrespondiert die Gliederung der Baukörper im Maßstab mit der Umgebung, schafft optimale Verhältnisse für die Besonnung (Solarfassade) und Belichtung der Räume, den Ausblick zur Kirche und in die Landschaft. Interne Organisation Das Gebäude ist zur Gänze 3-geschossig. Im 1. und 2. Obergeschoß befindet sich je eine Pflegestation mit 24 Zimmern, im EG die allgemeinen Räumlichkeiten, 7 Zimmer für rüstige Bewohner sowie die Tagesgästeeinheit. Das EG betritt man vom Sparkassenweg aus über eine Foyer-Halle (Nord-Süd-Achse) die über den Speisesaal / die Aufenthaltsbereiche bis zum Wintergarten reicht. Im Schnittpunkt mit der Querachse liegen die Pflegedienstzimmer (1. und 2. OG), sodass sämtliche Flure und Aufenthaltsbereiche von hier aus direkt überblickbar sind. Die Enden der Flure öffnen sich auf allen Seiten zum Außenraum in unterschiedlicher Orientierung und mit wechselndem Ausblick (Garten, Kirche, Straße, Landschaft, Sonne), sodass jeder Bereich seine eigene Stimmung erhält. Den einzelnen Wohneinheiten stehen in Form von erweiterten Fluren durchwegs natürlich belichtete, „halböffentliche“ und individualisierbare Bereiche gegenüber. Diese sollen die Einbindung in die „alternative Öffentlichkeit“ des Heimes erleichtern. Im unterkellerten Südteil ist die Küche so angeordnet, dass mittels Speiselift die Speisesäle EG und die Aufenthaltsbereiche in den Obergeschossen direkt versorgt werden können. Energiekonzept Zunächst wird der Wärmeverlust durch hohe Dämmung (und die technisch einfache Möglichkeit einer Lüftungswärmerückgewinnung) gering gehalten. Dies gilt ebenso für die hochwärmedämmende Verglasung die durch die günstige Preisentwicklung auch in großen Flächen wirtschaftlich eingesetzt werden kann. Die Sonne wird in allen Räumen über die Erkerfenster direkt (passiv) nutzbar gemacht (alle Individualräume süd- oder westorientiert) und über eine Glasfassade mit integrierter Beschattung zwischen den Erkern indirekt passiv gewonnen (gleichzeitig Pflanzbereich). Dabei dient die Sonne ebenso als „Erlebnisfaktor“ für die Alten wie als erlebbarer Energielieferant. Im weiteren liefern vertikale Warmwasserkollektoren an der Südfassade (besonders kostengünstig in die Wärmedämmung der Fassade integriert) das gesamte Warmwasser für den Sommer und 50% für den Winterbetrieb. An der Westfassade sind diese Teile als transluzente Papierwabenfassade ausgeführt.
Projektnummer :100
Status :Projekte
Link :www.reinberg.net/100
Planung :Architekt Georg W. Reinberg, Architekturbüro Reinberg GesmbH
Ort :Wallersee, Salzburg
Typ :Neubau
Funktion :Altersheim
Eigenschaften :Kollektor, Passive Solarnutzung
Planungsbeginn :1998