Zero Challange plus

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1) Energie und Ökologie Der vorliegende Entwurf schaff- genau auf die Produktpalette des Auslobers abgestimmt- ein Haus, das diese Produkt-Besonderheit für die gesamte Architektur und deren gesamten Lebenszyklus realisiert: das Gebäude bewahrt die Wärme auf optimale Weise, durch ein günstiges Oberflächen- Volumsverhältnis, eine hoch gedämmte Außenhülle (Wand, Boden, Dach, Fenster), optimierte Details, hohe Luftdichtigkeit und Lüftungswärmerückgewinnung. Der Kühl - und Wärmebedarf kann damit soweit reduziert werden, dass er mit vor Ort vorhandenen Ressourcen gedeckt werden kann. Die Sonne liefert über das Jahr genügend Energie, die über Südverglasungen passiv und über Thermische Kollektoren aktiv gewonnen werden kann. In der Größe flexible Photovoltaikelemente nutzen die Sonnenstrahlen zur Stromgewinnung und über eine Wärmepumpe kann der Umgebung Energie entzogen werden. Die PV Elemente dienen, gemeinsam mit der Nachtlüftung der passiven Beschattung und Kühlung. Der Stromeinsatz im Gebäude wird über die Wärmepumpe optimiert. Diese kann über eine intelligente Vorschaltung Wärme sowohl aus der Luft als auch aus dem Erdreich und dem Wasserspeicher auf ein höheres Temperatur anheben. Überschüssige Sommerwärme aus den Thermischen Kollektoren kann in das Erreich eingebracht werden. Da das Einfamilienhaus an sich schlechte ökologische Voraussetzungen aufweist (wenig Verdichtung, Verursachung von Mobilitätsenergieverbrauch etc.) ist das Hauskonzept so angelegt, dass es auch als Reihenhaus verwendet werden kann. Die PV Anlage ist 172 m2 groß, sodass auch die Energie für die (Elektro-) Mobilität (bis 50.000km für 2 Autos) am Haus erzeugt werden kann. (Kleinere PV Ausführungen sind möglich). Es handelt sich auch bei kleineren PV Anlagen um ein echtes (Netto) Nullenergiehaus, das nicht nur den gesamten Betrieb des Gebäudes deckt, sondern auch den gesamten Haushaltstrom für technische Einrichtungen, Beleuchtung usw. und darüber hinaus auch die Mobilitätsenergie der Bewohner. Um dabei einen möglichst großen Anteil des Strombedarfes ohne Nutzung und Belastung des öffentlichen Netzes zu decken, ist das Gebäude mit einer außen liegenden Batteriebox ausgestattet. Diese gleicht die Stromerzeugung unter Tags und den Stromkonsum abends, in der Nacht und in der Früh aus. Nur um weitere Überschüsse einzuspeisen und saisonal (und bei langen Schlechtwetterperioden) wird das öffentliche Netz verwendet. In Zukunft (bei besserer Effektivität) könnte diese Batterieanlage durch eine Brennstoffzelle ersetzt werden. Damit würde das Gebäude nicht nur ein „Netto Zero Energy“ Gebäude sondern ein tatsächliches „Zero Energy“ Gebäude (ohne Bedarf eines Netzanschlusses). Das Versorgungskonzept vermeidet jedenfalls Brennvorgänge. Damit wird die Umwelt entlastet und es kann der Haustechnikraum (da ohne Brandvorschriften) auch zusätzliche Funktionen übernehmen (wie: Abstellraum, Sanitärraum etc.). 2) Architektur, Langlebigkeit und Flexibilität Die ökologische Herausforderung wird in diesem Projekt nicht nur auf Energieebene beantwortet sondern auch durch hohe Architekturqualität (viel Tageslicht, hohe Transparenz zur Natur, etc.), Langlebigkeit des Baustoffes und hohe Flexibilität. Das Gebäude bietet hohe Anpassbarkeit an die Bedürfnisse vieler Generationen, der vorliegende Entwurf ist adaptierbar. Das prinzipielle Gebäudekonzept selbst kann in unterschiedlichsten Größen und für unterschiedlichste Bedürfnisse realisiert werden (siehe Skizzen). Diese hohe Anpassbarkeit macht das Gebäude langlebig und damit nachhaltig („Zero Challenge“ über den Lebenszyklus). Die Energie-Strategie ist formgebend für die Zukunfts-Architektur („form follows energy“), die selbstbewusst die neuen Potentiale des Baustoffes und der Solarnutzung darstellt. Die große PV Anlage macht das Gebäude auch von der Autobahn und vom Parkplatz eindrucksvoll sichtbar. Das Gebäude wurde so auf das Grundstück gesetzt, dass die Westfassade zur Schaufassade des von Süd-Westen kommenden Zugangsweges wird und die Südfassade zur Schaufassade aus dem Süd-Osten. Das Gebäude demonstriert mit hohem Wiedererkennungswert, dass das Produkt des Auslobers die Grundlage für ein Netto Zero Energy Gebäude sein kann und dass, aufbauend auf diesem Gebäudetyp, bei günstiger PV Förderung (wie derzeit), auch ein wirkliches Zero Energy Gebäude kostengünstig realisierbar ist. Energiebezugsfläche: 134m2 Energiebilanz: Gesamtwärmebedarf (Warmwasser, Heizung und Verluste): 38kWh/m2a Abzüglich Solargewinne Solarkollektoren: 13kWh/m2a Bereit zu stellende Restwärme: 25kWh/m2a Gesamtstrombedarf (Wärmepumpe, Haushalt, Haustechnik): 38kWh/m2a Davon von PV Anlage gedeckt (Minimal PV = 55m2) : 38kWh/m2a Daher Gesamtenergiebedarf des Gebäudes: 00kWh/m2a Überschüsse aus geplanter PV Stromerzeugung (für Elektro- Mobilität und Netzeinspeisung): 10.887 kWh Jährlich eingesparte CO2 Emissionen aus Überschüssen (zur Kompensation der grauen Energie zur Errichtung): 4.540 kg CO2
Projektnummer :282
Status :Projekte
Link :www.reinberg.net/282
Planung :Architekt Georg W. Reinberg, Architekturbüro Reinberg ZTGesmbH
MitarbeiterInnen :Martha Enriquez-Reinberg, , Marta Isabel Carvalho
Ort :Vösendorf, Niederösterreich
Typ :Neubau
Funktion :Einfamilienhaus
Eigenschaften :Photovoltaik, Kollektor, Wärmerückgewinnung, Passive Solarnutzung, Aktive Solarnutzung, Passivhaus
Wettbewerb :2012.8
Gründstück :482 m2
Nutzfläche :125 m2
Umbauter Raum :697 m3