Technologie- und Innovationszentrum

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Gewünscht wurde ein nutzungsneutrales, kostengünstiges Gebäude, das innovativen Betrieben in den ersten Gründungsjahren zur Verfügung stehen soll. Es wurde eine kompakte, relativ hohe Gebäudeform gewählt, um gegenüber hohen Wohnbauten der Nachbarschaft und einer anliegenden Brücke bestehen zu können. Außerdem kann dadurch gegenüber ein ablesbares Zeichen für die Umgebung gesetzt werden. Wichtig war auch die Südorientierung mit der gleichzeitigen Schaffung eines "Vorplatzes" von Bedeutung. Das Gebäude differenziert klar zwischen Büro, Erschließung und Eingang (Veranstaltungsbereich). Die lineare Struktur von Erschließung und Büroteil erlaubt eine optimale Flexibilität für unterschiedliche Büronutzungen. Die Bürostruktur selbst baut auf einem 2,4 Meter Raster auf (Breite eines Arbeitsplatzes). Die Grundidee der Erschließungszone ist deren attraktive Aussichtsmöglichkeit (Erlebnis und Erholungswert) , sowie die passive Solarnutzung. Den beschriebenen Funktionen entsprechend erhalten die unterschiedlichen Zonen auch unterschiedliche Belichtungsverhältnisse und eine Architektur, die exakt auf die funktionellen und technischen Ansprüche abgestimmt ist: die Eingangshalle als repräsentativer Kommunikations- und Veranstaltungsraum; die Erschließungszone als interner Kommunikationsbereich und die Büros selbst als ruhige, abgeschlosssene und individualisierbare (private) Arbeitszone. Ausgehend davon, dass umwelt- und energiebewußtes Bauen auch einer neuen Architektur bedarf, deren Sprache aus eben diesen Energie - und Umweltansprüchen zu entwickeln ist (und nicht aus formalistischen Zeichen), wurde das Gebäude - in städtebaulicher Übereinstimmung - nach Süden orientiert und die Zonierung klar nach außen dargestellt. Das Informationsmedium für die Tätigkeiten und Funktionen innerhalb des Gebäudes (wechselnde Firmen, laufende Neuerungen, unterschiedlichste Arbeitsergebnisse, u.s.w.) ist nicht mehr das Gebäude, sondern eine „Informationsebene“ die „raumlos“ aus 7 Masten gebildet wird (zwischen denen ständig wechselnde „Informationstafeln“ eingehängt sind). Diese Informationsebene ist dem Eingangsbereich vorgestellt. Das Gebäude teilt das Grundstück in zwei in sich geschlossene Grünbereiche: der eher „private“ ruhige Garten im westlichen Teil, der auch als indirekter (optischer) Erholungs- und Erweiterungsbereich für die Eingangshalle und die Erschließungszone dient (erleben von Wetter und Jahreszeiten usw.). Die zweite Grünfläche im Osten stellt eine Erweiterung des Eingangsbereiches dar, ist repräsentativ gestaltet und bildet einen „Filter“ zur Straße. Entsprechend der energetisch optimierten Klimatisierung ist die Trennwand zwischen Büro- und Erschließungszone in masssiver Bauweise vorgesehen, die Erschließungszone und die Eingangshalle als Holz- Glaskonstruktionen und die Büros aus Spannbetonhohldielen und Ziegelmauerwerk. Als Wärmedämmung ist ein außen liegender Wärmeschutz geplant.
Projektnummer :86
Status :Projekte
Link :www.reinberg.net/86
Planung :Architekt Georg W. Reinberg, Architekturbüro Reinberg GesmbH
Ort :Weiz, Steiermark
Typ :Neubau
Funktion :Bürogebäude
Eigenschaften :Passive Solarnutzung
Planungsbeginn :1997
Nutzfläche :1434 m2