Fertigteilhaus

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Massivholz für Wand, Decken und Dach mit außenliegendem Holz-Vollwärmeschutz. Vorgesetzte Solarfassade als standardisierte Trägerstruktur die einen Ausbau als Wintergarten, Wasserkollektor, Photovoltaik oder Beschattungseinrichtung ermöglicht. Vollwärmeschutz, Holzfaserplatten (oder Schilf oder anderen baubiologischen Materialien). Vorgehängte Fassade (oder Putzfassade). Massiv-Innenteil: Bodenplatte und Mittelwand. Vollständig vorgefertigte Wand, Dach- und Deckenelemente Wandelemente: von innen nach außen: zB.: Lehmputz mit Heizung, Vollholz, Vollwärmeschutz aus Holz, Luft, Fassadenplatte. Dach analog mit Grasdach als äußerste Schicht. Vollständige Vorfabrikation in der Halle und reiner Trockenbau auf der Baustelle. Prinzipiell wurde hier versucht eher einfache technische Details und keine extreme Bauphysik zu realisieren und die verursachten Energieverluste durch Solarsysteme mehr als zu kompensieren (mit dem Vorteil einer höheren - sonnigeren - Wohnqualität). Das neue Holzbausystem mit Vollwärmeschutz wurde erforderlich, da die traditionelle Holzständerbauweise bei Niedrigstenergiebauweise an bauphysikalische Grenzen stößt (Luftdichtheit, Wärmebrücken u. dgl.). Eine besondere Qualität des entwickelten Fertigteilbausystems stellt der mögliche Einsatz sowohl im Reihenhaus (Projekt Gleisdorf), im Bürohaus (ebenfalls im Projekt Gleisdorf) als auch im Einfamilienhaus dar. Auch hier ist die große innere Flexibilität (einzige Maßbindung ist der Modul der vorgestellten Energiefassade – geneigte Glasfläche als Wintergarten sowie Kollektoren und Photovoltaik) von Vorteil bzw. entsprechend dem Einfamilienhausmarkt von besonderer Notwendigkeit. Im Einfamilienhausbereich kann zusätzlich durch Vorsetzen der Energiefassade gegenüber dem Hauptgebäude die Größe dieses Elements beliebig (innerhalb eines Rasters von 120 cm) vergrößert oder verkleinert werden. Für die konkrete Markteinführung wird derzeit an dem Konzept eines „kleinen Hauses“ (ca. 110m2) und eines Durchschnittshauses (ca. 150-170 m2) gearbeitet. Die Einteilung des Hauses in drei Temperaturzonen (Service- und Erschließungsbereich, Wohnbereich und Wintergarten) wird in sämtlichen Varianten beibehalten, wodurch der Niedrigenergiestandard in jedem Einzelhaus garantiert ist. Da die Energiefassade als separater Bauteil behandelt wird und beliebig verschiebbar ist, können damit individuelle Lösungen geschaffen werden (Terrassen, geschützte Freibereiche etc.). -> siehe Projekt Gleisdorf; http://www.reinberg.net/architektur/75
Projektnummer :97
Status :Bauten
Link :www.reinberg.net/97
Planung :Architekt Georg W. Reinberg, Architekturbüro Reinberg GesmbH
Ort :Gleisdorf, Steiermark
Typ :Neubau
Funktion :Wohnhaus, Bürogebäude
Eigenschaften :Kollektor, Passive Solarnutzung, Aktive Solarnutzung
Planungsbeginn :1996-1999
Nutzfläche :90 m2