Solarenergie Urban, 2010 - 2011
"Analyse und Bewertung der energetischen, ökonomischen und architektonischen Qualität urbaner Solarenergiebauten"
Das Projekt wurde unter Leitung der Austrian Energy Agency durchgeführt.
Das Architekturbüro Reinberg ist dabei beratend tätig und stellt Projektdaten zur Verfügung.
Inhalt:
Zero-Carbon-Emission Gebäude bzw. Plus-Energie Gebäude werden in Österreich seit einiger Zeit immer wieder thematisiert. Der Gebäudesektor ist einerseits einer der Hauptemittenten von CO2 und verbraucht andererseits einen hohen Anteil von Fläche, die nicht mehr für den Anbau von energetisch nutzbarer Biomasse eingesetzt werden kann. Es ist daher erforderlich, Gebäude nicht nur so energieeffizient wie möglich auszustatten, sondern die verbauten Flächen auch so effizient wie möglich für die Energieumwandlung zu nutzen. Derzeit gibt es weder eine anerkannte, standardisierte Definition noch Strategien für die optimierte Planung und Errichtung von solchen Gebäuden. In Österreich wird unter einem Plus-Energie Gebäude derzeit im Wesentlichen ein Passivhaus mit Photovoltaikanlage verstanden.
Inhalte und Zielsetzungen
Folgende Fragestellungen und deren Beantwortung sind Gegenstand des Projekts:
* Ist die Bezeichnung Plus-Energie automatisch mit Solarstromproduktion und -überschuss verbunden oder kann man auch mit thermisch betriebenen Solarsystemen "überproduzieren" und diesen Ertrag verwenden oder einspeisen?
* Kann etwa ein mehrgeschossiges Wohngebäude, das zu mehr als 100% solarthermisch betrieben wird, dadurch ein Plus-Energiegebäude werden? Wäre es vielleicht sogar insgesamt effizienter, die verfügbaren Flächen für die Produktion thermischer Solarenergie zu nutzen?
Vorgangsweise
* Energetische und bautechnische Analyse und Bewertung der Nutzbarkeit und Integrationsfähigkeit solarer erneuerbarer Energiequellen auf urbanen großvolumigen Gebäuden
* Energetische Analyse der urbanen Randbedingungen (Verschattungsanalysen, Verfügbarkeit der Hüllenflächen, saisonale Deckungsbeiträge, etc.)
* Zielgruppengerechte Aufbereitung von Planungshilfen für die frühe Planungsphase von Zero-Carbon-Emission Gebäuden bzw. Plus-Energie Gebäuden mit Fokus auf den Neubau und die Sanierung von großvolumigen urbanen Wohnbauten
* Analyse von Lebenszykluskosten und Erträgen im Verhältnis von CO2-Emissionen und Primärenergieaufwand
Das Projekt basiert auf einer starken interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen ExpertInnen aus Architektur, Baupraxis, der Wirtschaftlichkeitsanalytik und der thermisch-energetischen Analytik, um die Fragestellung im Sinne der Nachhaltigkeit umfassend behandeln zu können.
Erwartete Ergebnisse
* Planungsgrundlagen für Zero-Carbon-Emission Gebäude bzw. Plus-Energie Gebäude für den Neubau und die Sanierung von großvolumigen Wohnbauten
* Analyse von Lebenszykluskosten und Erträgen im Verhältnis von CO2-Emissionen und Primärenergieaufwand
* Input für die Weiterentwicklung von Wohnbauförderungsmodellen auf der Basis von CO2-Bilanzen
* Vorschlag für die Standardisierung der Begriffe Zero-Carbon-Emission Gebäude bzw. Plus-Energie Gebäude
* Input für die technische Weiterentwicklung von Produkten für die Integration in die Gebäudehülle zur Reduktion der Lebenszykluskosten und Verbesserung der Primärenergie- und CO2-Bilanz von Gebäuden
Projektlaufzeit: 1.10.2009 – 31.09.2011
Zukunftsfähige Gebäudesanierung, 2009 - 2012
"Zukunftsfähige Wohngebäudemodernisierung"
Das Projekt wird unter Leitung von e7 durchgeführt (Kontakt:
Walter Hüttler
T: +43 1 907 80 26 - 54
walter.huettler@e-sieben.at)
Das Architekturbüro ist mit dem Projekt Weihburggasse beteiligt.
Inhalt:
Ziel des Projekts ist die Entwicklung von Konzepten und Lösungen für die hoch innovative Modernisierung von großvolumigen Wohngebäuden, die unter den Gesichtspunkten Wirtschaftlichkeit, Kundennutzen und Praxistauglichkeit einen Beitrag zur breiten Umsetzung und damit zur deutlichen und nachhaltigen Verbesserung der energetischen Qualität des Gebäudebestands leisten.
Das Projektteam besteht aus mehreren WohnbauträgerInnen sowie PlanerInnen und wissenschaftlichen Einrichtungen.
Diese bringen ihre praktischen Erfahrungen aus umgesetzten Projekten (Sanierung auf Passivhaus-Standard bzw. Faktor-10 Sanierungen) sowie aus dem Passivhaus-Neubau in das Projekt ein. Diese Erfahrungen werden unter den Gesichtspunkten Wirtschaftlichkeit und Finanzierung, Kundenzufriedenheit und Praxistauglichkeit von technischen Lösungen und Komponenten dokumentiert und strukturiert aufgearbeitet und durch Begleituntersuchungen ergänzt so dass verlässliche Schlussfolgerungen für eine breite Umsetzung gezogen werden können.
Auftraggeber: Klima- und Energiefonds im Rahmen des Programms „Energie der Zukunft“
Projects:
„Solar Aktiv Haus“, 2008 - 2010
Entwicklung eines zukunftsweisenden Fertigteilhauskonzeptes mit ca. halben Energieverbrauch eines Pas-sivhauses, gemeinsam mit General Solar, 7/2007-12.2008
Seit 2009 erfolgt ein ausführliches Monitoring des Projektes
Projects:
Sanierung einer gründerzeitlichen Wienerwaldvilla auf Passivhausstandard mit aktiver und passiver Solarnutzung innerhalb eines geförderten Wohnbauproj, 2007 - 2008
für: Aufbauwerk der Österreichischen Jungarbeiterbewegung GmbH, gefördert durch: Haus der Zukunft, Unterstützung von Demonstrationsvorhaben
Solare Kühlung für leichte Dachaufbauten in Altbeständen, 2007 - 2008
gefördert durch BMWA, 9/2007-6/2008
"Sanierung einer Wohnhausanlage aus den 70er Jahren auf Passivhausqualität unter Nutzung erneuerbarer Energien", 2005 - 2009
(gemeinsam mit BUWOG, Dr. Bruck u.a.), gefördert im Programm "Haus der Zukunft" und im EU-Projekt "Suburet"
Projects:
"Lehm-Passiv-Bürohaus Tattendorf", 2003 - 2006
gefördert durch den Forschungsförderungsfonds der gewerblichen Wirtschaft
"IEA-PVPS.net – Netzwerk für den verstärkten Einsatz der Photovoltaik in neuen Gebäudekonzepten”, 2003 - 2005
IEA Photovoltaik Power Systems Programm (PVPS) – Koordination, Forschungstätigkeit und Verbreitung der Ergebnisse dieses internationalen solaren Netzwerkes. Projektpartner, 2003-2005 (gefördert im Programm "Haus der Zukunft")
"Bauteilentwurf für Lehm-Passivhäuser”, 2002
gefördert durch den Forschungsförderungsfonds der gewerblichen Wirtschaft
"Planning tool for earth-to-air heat-exchangers", 1999 - 2001
Cooperative research project (gefördert durch European Commission-Contract no JOR3-CT98-7041)
"Lehmputz", 1997 - 1998
für die Fa. Meingast ("Natur und Lehm" gemeinsam mit Donauuniversität Krems, gef. durch den Forschungsförderungsfonds)
"Solare-Niedrigenergie-Fertigteilhäuser", 1996 - 1999
gefördert durch den Innovations- und Technologiefond beim Forschungsförderungsfonds; gemeinsam mit: Arge Erneuerbare Energie und Holzbau Weiz (gef. durch den Innovations- u. Technologiefonds beim FFF
"Städtisches Wohnbauvorhaben Müllnermaisgasse,1220 Wien", 1994 - 2008
Feasibility- und Wirtschaftlichkeitsanalysen betreffend integrative Energiekonzepte bzw. additive aktive Solarnutzungskonzepte in Verbindung mit einer Fernwärmeversorgung im Wohnungsneubaufall am Standort Wien anhand des Fallbeispieles. Im Auftrag der Wienstrom. Gemeinsam mit der Fa. Encon
"Entwicklung eines ökolog. Fertigteilhauses", 1990 - 1992
Reinberg gemeinsam mit Firma Grizzly, gef. durch den Forschungsförderungsfonds
"Optimierung von passiven Solarsystemen in der Praxis", 1988 - 1993
ARGE-Passiv Solar: Haider, Hofbauer, Reinberg, Treberspurg (gef. aus den Mitteln der WBF, BMfBuT, F 1259),
"Bewohnereinfluß auf passive Solarsysteme"
, 1984 - 1988
Arge Passiv Solar: Haider, Hofbauer, Reinberg und Treberspurg (gef. aus Mitteln der Wohnbauforschung des BMfBuT, F 863),
"Mobilisierbares Interesse an Saalwohnungen", 1981
IFES, (gef. aus den Mitteln der WBF, BM f. BuT, 39/74), Sachbearbeiter: Ranner und Reinberg
"Wohnbedürfnisse und Wohnmöglichkeiten von Studenten", 1981
Projektteam: Bettelheim, Binder, Enigl, Galanda, Haider, Hochgerner, Karasz, Prader, Reinberg, Spagolla, Steiner, (gef. aus den Mitteln der WBF, BMfBuT, 469/1-V) Forschungsbericht in 3 Bänden, Hsg. Österr. Hochschülerschaft und IAS, Wien



